Migrationsbeispiele

Linux auf dem Desktop beim Versandhaus Klingel

Das Versandhaus KLINGEL (http://www.klingel.de) in Pforzheim ist eines der größten und bekanntesten Versandhäuser Deutschlands für Damen- und Herrenmode, Schmuck sowie Heimtextilien.

Klingel betreibt eine IBM-Großrechnerumgebung für Logistik- und Kundendaten. In den Call-Centern sowie in Lager und Logistik wurden einfache Großrechner-Terminals (3270) eingesetzt, die über serielle Leitungen und Steuereinheiten an die zentrale Hostumgebung angebunden waren. Im Rahmen des Projektes wurden die 600 Terminals unter besonderer Berücksichtigung der Verfügbarkeitsanforderungen im Call-Center durch Linux-PCs ersetzt. Das Benutzer- und Systemmanagement erfolgt effizient und zentral durch das Administrations-Front-End GOsa² (http://gosa.gonicus.de), welches die Informationen in einem zentralen LDAP-Verzeichnis ablegt und verwaltet. Der Desktop ist für den primären Großrechnerzugriff optimiert, erlaubt jedoch zusätzlich auch den Einsatz anderer Anwendungen eines modernen IT-Arbeitsplatzes (Web-Browser, E-Mail-Client, Office, etc.). Fachapplikationen werden über eine Farm zentraler Citrix-Terminalserver bereitgestellt.

Mittlerweile sind bei Klingel mehr als 1000 linux-basierte Desktops europaweit im Einsatz (u.a. Deutschland, Schweiz, Niederlande, Skandinavien). Das System konnte von Anfang an überzeugen und läuft außerordentlich stabil. „Wir sind sehr zufrieden mit der Lösung und werden das System sukzessive erweitern.“ sagt Nils Schelenz, IT Projektleiter der Robert Klingel GmbH + Co KG.

Arbeitsplatz Klingel

LiMux-Projekt der Landeshauptstadt München

LiMux ist das ambitionierte Projekte der Landeshauptstadt München, Freie Software auf ihren Arbeitsplätzen einzusetzen. Der Projektname LiMux setzt sich aus dem Namen des Betriebssystems Linux und dem großen „M“ für Linux in München zusammen. Ziel des Projektes ist, die 14.000 Bildschirmarbeitsplätze nach und nach auf Linux und OpenOffice.org umzustellen. Da dieses Ziel aufgrund der Abhängigkeit von Fach-Software nicht in allen Referaten sofort umgesetzt werden kann, wird dort zunächst unter Windows auf OpenOffice.org, Thunderbird und Firefox migriert. Künftig werden Fachanwendungen plattform-unabhängig ausgeschrieben, um eben diese Abhängigkeit von Fachapplikationen und Betriebssystem künftig zu vermeiden (siehe http://www.muenchen.de/Rathaus/dir/limux/89256/index.html). Seit 2005 unterstützt GONICUS das LiMux-Client-Team der Landeshauptstadt München bei der Erstellung, Pflege und Management des Linux-basierten Basisclients. Der Basisclient ist der Linux-Bildschirmarbeitsplatz, der im Rahmen des Linux-Projektes an die Bedürfnisse der Stadt München angepasst wurde. Er basiert auf der freien Linux-Distribution Debian (siehe www.debian.org) und wird durch GOsa² (siehe gosa.gonicus.de) verwaltet. Die Software-Verteilung geschieht durch FAI (Fully Automatic Installation, siehe www.informatik.uni-koeln.de/fai), welche sich nahtlos in die Administrations-Oberfläche von GOsa² integriert. Mittels GOsa² lässt sich der stadtweit einheitliche Basisclient an die Bedürfnisse des jeweiligen Referates anpassen: Zuweisung von Desktop-Profilen, Netzlaufwerken und Druckern, Einrichtung von Zugriffsbeschränkung auf USB-Geräte, Installation von referatsspezifischen Fachapplikationen. Alle Konfigurationen werden in einem zentralen Verzeichnisdienst abgelegt. Die Basisclients werden über das Netzwerk automatisiert installiert und aktualisiert. Eine vollständige Installation ist je nach verfügbarer Netzwerkbandbreite in 5-15 Minuten erledigt. Dies wird durch eine hierarchische Struktur von LDAP- und Software-Verteilservern erreicht.

Limux Projekt