Auch im Zeitalter von Cloud Computing und Containerisierung spielt das Systemmanagement insbesondere in großen Organisationen eine wichtige Rolle. Ob Security- und Governance-Aspekte oder die regelmäßige und nachvollziehbare Umsetzung von täglichen

Administrationsaufgaben wie Patch-Management und Software-Rollouts - ohne eine adäquate Lösung wird es schwer, den heutigen Anforderungen an die IT aus Business-Sicht gerecht zu werden.

Diese Anforderung haben auch die beiden großen Anbieter von Enterprise Linux, SuSE und Redhat, nicht ignoriert und führen entsprechende Angebote im Portfolio. Während die schon seit 2004 verfügbare Satellite-Plattform von RedHat relativ bekannt und etabliert ist, blieb der SuSE Manager oft im Schatten anderer Lösungen. Durchaus spannende Neuerungen blieben deshalb unbeachtet.
Interessant ist zum Beispiel, dass 10 Jahre nach der ersten Veröffentlichung das Satellite Produkt im Jahr 2014 auf eine technisch vollständig neue Basis gebracht wurde, um aktuelle Open-Source Projekte im Systemmanagement-Umfeld wie Foreman, Puppet, Katello etc. zu integrieren. Die Basis der Vorgängerversion Satellite 5 hingegen wird bereits seit 2008 als Open-Source Projekt „Spacewalk“ von einer aktiven Community weiterentwickelt und dient als Basis für das Produkt SuSE Manager.

Deutlich erweitert wurde SuSE Manager mit der Version 3, die nun zusätzlich zu Paket und Repository-Verwaltung die Integration von Saltstack als Werkzeug für Automatisierung und Konfigurationsmanagement brachte. Saltstack oder kurz Salt liefert die Möglichkeit, Objekte im SuSE Manager wie Systeme, Gruppen und Organisationen mit den sogenannten States (Konfigurations-Snippets) zu versorgen. Dabei wird das offizielle Salt Projekt verwendet, was eine vollständige Nutzung von bereits existierenden States ermöglicht. Durch regelmäßige Produktpflege wird die Salt-Komponente ebenso auf aktuellem Stand gehalten.

Durch die Weiterentwicklung und Integration ist das Produkt im Kontext aktueller Erwartungen an die zentrale Verwaltung von Enterprise-Umgebungen wieder wirklich interessant und ist durch die Reife der Basiskomponenten eine stabile Grundlage für das Systemmanagement. Besonders nützliche Funktionen von SuSE Manager sind weiterhin die automatische Systembereitstellung sowie die Möglichkeit, Konformität von Systemen bzgl. Patches und CVEs nachzuweisen.

Alle geschilderten Funktionen stehen dabei nicht nur für die Enterprise Betriebssysteme von SuSE zur Verfügung, sondern gleichermaßen auch für die von RedHat, sodass die geschilderten Aspekte im Fall einer 2-Distributions-Strategie mit einer Verwaltungsplattform abgedeckt werden können.

Mit dem letzten Release 3.1 im Sommer diesen Jahres wurde der SuSE Manager um Funktionen erweitert, die auf die zum Beginn des Textes angesprochene Themen fokussieren. So wurde z.B. die bereits vorhandene Audit-Funktion von Systemen in Bezug auf Sicherheit und Konformität auf Container-Images erweitert, sodass etablierte Prozesse direkt auch auf neue Technologien innerhalb der Enterprise IT angewendet werden können und so neue Organisations-Paradigmen wie z.B. DevOps unterstützen.

SUSEManager

Quelle: https://www.suse.com/communities/blog/files/2017/01/suse_manager_lifecycle_management-450x431.png