Cloud & Virtualisierung

cloudGrundlage für dynamische Infrastrukturen

Betrachtet man die Aufmerksamkeit in der einschlägigen Presse, die das Thema Virtualisierung in den letzten Jahren bekommen hat - so entsteht der Eindruck einer revolutionären Technologie, die massgebend für das nächste Jahrzehnt sein wird. Tatsächlich jedoch muss man einwenden, dass die Möglichkeit, mehrere Instanzen eines Betriebssystemes - oder auch unterschiedlicher Betriebssysteme - auf derselben Hardware zu betreiben, schon seit vielen Jahren praktiziert wird. Konkret bezieht sich diese Aussage auf die IBM Großrechner Plattform zSeries (ehemalig s/390), bei der Virtualisierung schon seit ca. 1970 integraler Bestandteil der Architektur ist.

Einer der großen Vorteile von Virtualisierung, nämlich die optimale Ausnutzung der verfügbaren Ressourcen einer Server-Hardware, ist im Fall der zSeries auch der ausschlaggebende Faktor, denn die Hardware ist in diesem Umfeld sehr kostenintensiv. Virtualisierungen ermöglichen die Konsolidierung mehrerer Serversysteme auf einem physikalischen Server und verringert zusätzlich Anschaffungs-, Energie- und Raumkosten im Rechenzentrumsbetrieb.
Betrachtet man die Aufmerksamkeit in der einschlägigen Presse, die das Thema Virtualisierung in den letzten Jahren bekommen hat - so entsteht der Eindruck einer revolutionären Technologie, die massgebend für das nächste Jahrzehnt sein wird. Tatsächlich jedoch muss man einwenden, dass die Möglichkeit, mehrere Instanzen eines Betriebssystemes - oder auch unterschiedlicher Betriebssysteme - auf derselben Hardware zu betreiben, schon seit vielen Jahren praktiziert wird. Konkret bezieht sich diese Aussage auf die IBM Großrechner Plattform zSeries (ehemalig s/390), bei der Virtualisierung schon seit ca. 1970 integraler Bestandteil der Architektur ist.

Linux als Technologie-Basis

Das Betriebssystem Linux war hier schon zu Beginn dieses Technologie-Trends nah am Thema und bietet dabei heute mehrere verfügbare Technologien zur Nutzung an. Grundsätzlich spricht man dabei vom Einsatz eines sogenannten Hypervisors, der für die Aufteilung der verfügbaren Ressourcen auf die einzelnen virtuellen Betriebssysteme, sowohl bei Start eines Systems als auch im laufenden Betrieb, zuständig ist. Aktuell stehen dabei die Hypervisoren XEN und KVM hoch im Kurs, wobei letzterer schon seit 2007 (Kernelversion 2.6.20) im Standard-Linux-Kernel enthalten ist.

Der Marktführer VMware hat seinen ESX-Hypervisor ebenfalls auf einem optimierten und minimierten Linux-Kernel aufgebaut.Eine weitere Variante der Virtualisierung unter Linux verzichtet auf den Einsatz eines Hypervisors und bildet stattdessen virtuelle Systeme in sogenannten Containern ab. Diese z.B. durch openVZ umgesetzte Technologie bietet speziell dann Vorteile, wenn ähnliche Dienste in voneinander getrennten Betriebssystem-Instanzen betrieben werden sollen. Eine agile Infrastruktur auf Basis von Virtualisierungs-Technologien im Bereich Server, Storage und Netzwerk ist Voraussetzunf für die „vielbeschworene“ Cloud. Ob Sie sich schon mit der Verlagerung der Dienste in eine öffentliche oder private Cloud beschäftigen oder ob Sie zunächst vorhandene Systeme konsolidieren wollen, GONICUS ist hier Ihr kompetenter Partner und steht auch bei der Konzeption beratend zur Seite.

Linux KVM

KVM setzt Hardware mit Virtualisierungs-Technologie voraus, ein Nachteil der mit zunehmender Verbreitung der entsprechenden Prozessoren (Intel VT, AMD-V) immer geringeres Gewicht bekommt. Im Gegenzug kann der Hypervisor mit vielen Einsatzmöglichkeiten aufwarten, so werden Live-Migrationen zwischen mehreren KVM-Servern ebenso unterstützt wie der Betrieb von Windows-Instanzen.

XEN

Insgesamt steht XEN mittlerweile unter dem Druck der schnellen Weiterentwicklung von KVM und leidet hier auch unter der Ablehnung der Kernel-Entwickler, da diese die Aufnahme in den Standard-Linux-Kernel weiterhin ablehnen. Für den Einsatz auf Hardware ohne Virtualisierungs-Technologie stellt XEN jedoch weiterhin eine gute Alternative, ebenso wie der Support der großen Distributionen aktuell gegeben ist. Auch auf dem Gebiet von Live-Migration, virtueller Netzkonfiguration oder dem Durchreichen von Geräten in virtuelle Instanzen kann XEN punkten.

openVZ

Als container-basierte Virtualisierungs-Lösung verfolgt das openVZ-Projekt einen gänzlich anderen Ansatz. Zielsysteme sind speziell Rechenzentren in Hosting-Umgebungen wo sogenannte „Virtual Private Server“ zu tausenden betrieben werden und sich eine wesentlich geringere Anzahl physikalischer Server teilen. Besonders bei einem geplanten Einsatz vieler ähnlicher Dienste in den virtualisierten Systemen, wie z.B. Webserver-Instanzen die komplett isoliert betrieben werden sollen, stellt sich openVZ als eine gut nutzbare Alternative dar.

Red Hat Enterprise Virtualisierung (RHEV)

RHEV basiert auf dem Open-Source-Software-Projekt KVM und bietet damit zuerst einmal die gleichen technologischen Voraussetzungen im Bereich des Hypervisors. Allerdings ergänzt RHEV die Lösung um ein professionelles Web-Front-End und bietet sich als zertifizierte Basis für verschiedene typische Enterprise Applikationen an.

Dem Enterprise-Anspruch folgend werden über die Hypervisor-Funktion hinaus eine Reihe von Funktionalitäten angeboten, die den Ansprüchen in entsprechenden Anwendungsszenarien genügen. Die Red Hat Enterprise Virtualisierung adressiert eindeutig den Unternehmeneinsatz und positioniert sich als Gegenstück zu proprietären Lösungen in diesem Bereich. Auf diese Weise hilft RHEV die Gefahren eines Vendor-Lock-Ins zu vermeiden.

Best Practices zum Einsatz von RHEV finden sich hier. Eine Präsentation zum Thema findet sich hier.