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Datensouveränität - Hoheit über die eigenen Daten


Zusammenfassung:


Persönliche Daten: die Währung im Internet

Das Internet, unendliche Weiten, grenzenlose und kostenlose Freiheit? So einfach ist das nicht - wie aktuelle Fälle zeigen. Persönliche Daten sind die Währung der Stunde. Nicht erst seit dem aktuellen Facebook Datenskandal wächst die Sensibilität im Umgang mit den persönlichen Daten.

Hacking

Rund um Sammlung, Auswertung, Analyse und Verwertung der Daten, die wir alle bei unseren Reisen durch das Internet hinterlassen, hat sich eine ganze Industrie mit großen und mächtigen Unternehmen gebildet. Daten sind eine wertvolle Ware, die teuer gehandelt wird. Die Sammlung und Verwertung ist dabei für den Nutzer häufig schwer erkennbar und schon gar nicht mehr nachvollziehbar.

Auf der anderen Seite sind viele kostenlose Angebote im Internet nur auf Basis dieses Geschäftsmodells abbildbar. Mit anderen Worten: wir bezahlen solche Angebot nicht mit Geld, sondern mit der Preisgabe unserer Daten.


Wer macht was mit meinen Daten?

Wer macht was mit meinen Daten? Wofür werden die Daten verwendet? Bis vor einiger Zeit stellte die personalisierte Werbung vermeintlich den Schwerpunkt der Nutzung meiner Daten dar. Dieser Nutzung konnte man auch durchaus noch etwas Positives abgewinnen.

Und jetzt? Veränderte, schwer durchschaubare Datenschutzbedingungen von Anbietern erschweren den Nutzern das Verständnis dafür, was alles mit den Daten gemacht werden kann.

Cloud

Aktuelle Skandale, wie der rund um Cambridge Analytica, zeigen aber, dass die Möglichkeiten zur Nutzung der Daten vielfältig sind und auch zur bewußten Manipulation von Meinungen genutzt werden können.

Es ist heute selbst für Fachleute nur schwer nachvollziehbar, was mit den persönlichen Daten im Internet passiert.

Erschwerend kommen aktuell noch Interessen von Staaten an diesen auch für sie so spannenden Daten hinzu. Dabei werden diese Interessen in einem globalen Internet offenbar auch nicht von Ländergrenzen aufgehalten, sodass zum Beispiel die USA gerne - auch ohne richterliche Anordnung - auf die Daten ihrer Bürger zugreifen wollen unabhängig vom Standort der Server, auf denen diese Daten liegen (siehe auch diesen Artikel zum Cloud Act).


Das Dilemma

Die Situation ist also verfahren. Einerseits gibt es das Interesse der Nutzer an qualitativ hochwertigen, zugeschnittenen Inhalten, die nach Möglichkeit kostenlos sein sollen. Auf der anderen Seite gibt es viele Gründe, erfasste Daten sinnvoll zur Verbesserung von Services für Kunden zu nutzen. Und natürlich gibt es auch nachvollziehbare wirtschaftliche Interessen von Unternehmen, die Inhalte bereit stellen.

Security

Dabei wird die Situation in Zukunft vermutlich eher noch schwieriger, weil sich die technologischen Möglichkeiten erweitern und zunehmend Daten in die Cloud ausgelagert werden. Die Hoheit über persönliche Daten wird eines der spannenden Themen der kommenden Jahre. Und natürlich mischen an dieser Stelle auch Gesetzgeber mit. So ist die neue europäische Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) ein Beispiel wie versucht wird, Datenschutz und Datennutzung zu regelementieren.

Die Hoheit über die eigenen Daten und die Transparenz über die Verwendung dieser Daten durch Dritte werden wichtige Themen für alle Anbieter und Nutzer.

Und immer mehr werden strenge Datenschutzgesetze - wie diese aktuell vor allen Dinge in Deutschland Anwendung finden - tatsächlich sogar zu einem Standortvorteil, wenn es zum Beispiel um Cloud-Angebote für sensible Daten geht.


Transparenz und Sicherheit

Aus unserer Sicht ist es in der aktuellen Situation mit dem Entstehen von immer neuen Diensten, die immer mehr persönliche Daten auch aus ganz privaten Bereichen (Stichwort Internet of Things oder Cloud-Dienste) verarbeiten, extrem wichtig, dass sich Anbieter über die Bedeutung des Umgangs mit diesen Daten bewußt sind.

Security

Schon beim Design entsprechender Dienste müssen Transprenz und Sicherheit im Fokus stehen. Der Einsatz von Open-Source-Software hilft dabei bei Transparenz und Nachvollziehbarkeit. Aber gerade auch der Beschäftigung mit dem Schutz von Daten und der IT-Sicherheit muss der nötige Stellenwert eingeräumt werden. Ein Blick auf den Verlauf des Aktienkurses von Facebook zeigt, welche wirtschaftlichen Konsequenzen der nachlässige Umgang mit der Sicherheit von Nutzerdaten nach sich ziehen kann. Leicht auszumalen, was in einem solchen Szenario mit einem mittelständischen Unternehmen passiert wäre.

Die passende Unterstützung durch die richtigen Experten ist ein wichtiger Schritt. Aber zuallererst muss man sich der Bedeutung der Daten, die einem anvertraut werden, bewußt sein.

Sprechen Sie uns gerne an, wenn Sie sich einmal ganz unverbindlich zu diesem Thema austauschen möchten.



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