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Newsletter Mai 2018

Hallo,

der Wonnemonat Mai ist da und der kommt hoffentlich mit einigen schönen Tagen daher. In jedem Fall gibt es schon eine Menge positiver Nachrichten, wenn es um Open Source geht. So scheint es nach und nach auch in vielen Köpfen von Verwaltungen und Behörden klarer zu werden, dass sich eine intensivere Beschäftigung mit den Möglichkeiten von Open Source Software lohnt. Mit dem Land Thüringen oder der Stadt Dortmund finden sich gleich zwei spannende Beispiele für diese Entwicklung. Aber auch bei GONICUS selbst gibt es wieder einige Neuigkeiten.

Und jetzt wie immer: Viel Spaß mit den GONews!

Alfred Schröder Geschäftsführer


Inhalt

  • Thüringen öffnet die Tür für Open Source
  • Neue Version von GOfax.IP
  • Tipp des Monats




Thüringen öffnet die Tür für Open Source

Der Thüringische Landtag hat ein neues eGovernment Gesetz beschlossen, welches die Tür für den Einsatz von Open Source Software und offene Standard weit aufstösst. Offene Standards und Freie Software werden im Gesetz explizit benannt und als wichtige Eckpfeiler der eGovernement Strategie festgelegt. Die Open Source Business Alliance beschäftigt sich in einem Blog-Eintrag mit diesem Gesetz und dämpft allerdings auch gleichzeitig die Hoffnung auf eine Signalwirkung. Zu sehr spielt bei der Digitalestrategie auch politisches Kalkül mit, sodass dabei häufig wirklich zukunftsweisende Entscheidungen für nachhaltige Strategien auf der Strecke bleiben. Mehr dazu findet sich im Blog unter https://osb-alliance.de/blog/thueringen-oeffnet-die-tuer-fuer-open-source




Neue Version von GOfax.IP

Unser OpenSource Projekt GOfax.IP erfreut sich wachsender Beliebtheit, und es beteiligen sich immer mehr Leute an der Weiterentwicklung! Deshalb steht seit einigen Tagen die neue Version 1.2 zum Download bereit. Neben diversen Optimierungen und Bugfixes lässt sich der Einsatz von T.38 nun noch präziser konfigurieren und auch die Schnittstelle in Richtung Hylafax bietet einige interessante neue Funktionen. Weitere Details sowie den Link zum Download finden sich unter https://www.gofaxip-project.org oder direkt auf GitHub unter https://github.com/gonicus/gofaxip.




Tipp des Monats

Das CLI-Tool errno gibt Aufschluss über die sog. Rückgabewerte von Anwendungen (diese werden auch Errorcodes genannt).

Ein Rückgabewert wird immer von einem Programm erzeugt (zurückgegeben), wenn es beendet wurde. Wenn eine Anwendung fehlerfrei ausgeführt wurde, ist dieser Rückgabewert ‘0’.

Wenn ein Fehler aufgetreten ist (beispielsweise darf man die gewünschte Datei nicht anzeigen/löschen/verschieben, das Ziel existiert nicht, o.ä.), ist der Rückgabewert nicht 0 sondern eine vom Fehler abhängige Zahl (Error- oder Fehlercode). Um sich den Fehlercode bei einem Fehler anzeigen zu lassen, kann die vordefinierte Shell-Variable ’$?’ angezeigt werden, z.B. mit ‘echo $?’.

Häufig ist der Fehlercode im Fehlerfall einfach nur ‘1’. Falls aber etwas anderes zurückgegeben wird, weiß man häufig nicht, was das nun bedeutet. Nun kann es natürlich sein, dass aus der manpage, der Konfigurationsdatei oder dem Quelltext eines Programms ersichtlich wird, was genau das Problem ist. Aber wenn sich ein Programm POSIX-konform verhält, gibt es für die Fehlercodes abseits der bekannten ‘0’ (alles ist in Ordnung) und ‘1’ (irgendwas ist nicht in Ordnung) durchaus eine Konvention dafür, welcher Code was bedeutet. Anzeigen lassen kann man sich diese mit

$ errno -l

Fehlercodes haben ähnlich wie Signale für Prozesse nicht nur Nummern, sondern auch halbwegs sprechende Namen wie “EINVAL 22 Invalid argument” (Name Nummer Beschreibung). Will man sich nur einen bestimmten Fehlercode angucken, dann kann man diesen auch direkt angeben:

$ errno 23

ENFILE 23 Too many open files in system

Die manpage zu dem Befehl gibt wie immer noch ein paar mehr Möglichkeiten, dieses Tool zu nutzen.