Die Cloud, Webscale IT, schnell, flexibel, on-demand, virtuelle Datacenter - ach so viele Buzzwords beherrschen die IT-Fachforen in den vergangenen Monaten. OpenStack wird dabei häufig als der Schlüssel zu den Architekturen der Zukunft angesehen.

Alle namhaften Hersteller von Soft- und Hardware engagieren sich mehr oder weniger bei der Entwicklung und somit beim Vorantreiben des Themas. Auf der anderen Seite stehen die praktischen Erfahrungen mit OpenStack Installationen. Hier wird oft über Komplexität berichtet, über die Vielfältigkeit diskutiert und nach praktischen Erfahrungen im produktiven Einsatz Ausschau gehalten.

Je nachdem mit wem man spricht, erhält man dann ein Spektrum an Aussagen, dass von 'es ist die Zukunft der IT' und 'man kann alles damit machen' bis zu 'in der Praxis kaum einsetzbar' reicht.

In dieser Phase der Orientierung kommen nun wieder aktuelle Meldungen über große Unternehmen, die auf OpenStack setzen. Passend zum OpenStack Summit in Austin, Texas, hat gerade in der vergangenen Woche Volkswagen bestätigt, eine große Installation im Rahmen einer Ausschreibung vergeben zu haben. Es ist also deutlich, dass es hier nicht nur um einen Hype geht.

Was ist aber der Hintergrund, die Philosophie, die Idee? Informationstechnologie wird immer schnelllebiger, muss immer flexibler auf sich ändernde Anforderungen reagieren können und muss dabei auch noch umfassend und möglichst automatisiert verwaltet werden können. Wenn schnell zusätzliche Leistung benötigt wird, kann man eben nicht zuerst einmal einen Mitarbeiter der IT beauftragen einen neuen Server zu installieren. Hier muss man hoch automatisiert auf Knopfdruck reagieren. Und wenn die eigenen Ressourcen für den aktuellen Bedarf – zum Beispiel nach dem Rollout eines neuen Produkts – nicht mehr ausreichen, so muss es auch einfach möglich sein, externe Ressourcen aus den Cloud-Infrastrukturen von Drittanbietern einzubinden. Die Cloud, ob intern, extern, private, public oder hybrid, ist das Thema des Tages.

Auf diese Anforderungssituation gibt OpenStack eine Antwort. OpenStack ist angetreten als die Software, um Cloud-Infrastrukturen zu bauen und zu verwalten.

Toll wenn alles so einfach ist. Aber eine modulare Software-Lösung, die all die Anforderungen adressiert, die mit komplexen Cloud-Infrastrukturen entstehen, ist leider selber sehr komplex. Und die unterschiedlichen Hersteller, die sich mit viel Energie auf das Thema gestürzt und es sicher auch entscheidend voran treiben, haben auch dafür gesorgt, dass es sehr unterschiedliche Schwerpunkte an Entwicklungen und de facto auch sehr unterschiedliche Versionen von OpenStack gibt – je nachdem wen man fragt. Viele Soft- oder Hardwarehersteller legen eigene Produkte auf Basis von OpenStack auf, die sich in erster Linie um den von ihnen favorisierten Schwerpunkt einer Infrastruktur oder Software drehen. So gibt es mittlerweile neben dem Kernprojekt OpenStack.org eine Reihe von OpenStack-Produkten. Es gibt aber auch aus der Open-Source-Community passende Distributionen von OpenStack Komponenten, die für bestimmte Einsatzzwecke passend zusammengestellt sind.

Wo kann man also ansetzen, wenn man sich näher mit der Materie auseinandersetzen möchte?

Gute Ansatzpunkte sind aus unserer Sicht:

Natürlich findet man auch auf der Seite des OpenStack Projekts viele nützliche Informationen http://www.openstack.org/ - allerdings fühlt man sich da aufgrund der Fülle an Themen schnell etwas verloren. Ein erster Überblick über das Konzept findet sich aber hier: http://www.openstack.org/software/ . Will man die Architektur richtig verstehen und die Sache von der Pike auf angehen, ist man bei OpenStack.org und den HowTos dort an der richtigen Stelle. Dort wird erklärt, wie man eine OpenStack-Umgebung komplett bei null beginnend aufbaut. In diesem Zusammenhang bietet sich noch der folgende Link an: http://www.openstack.org/software/start/ .

Wie sehen wir den Stand der Dinge?

OpenStack bietet eine faszinierende Flexibilität und Fülle an Möglichkeiten und entwickelt sich zu der Grundlage für den Aufbau von Cloud-Infrastrukturen. Die Komplexität will aber beherrscht werden. Vom Sprung ins kalte Wasser können wir dabei nur abraten. Hier sollte man sich langsam und Schritt für Schritt ins Thema bewegen. Der Weg über Test-Umgebungen und gründliche Proof of Concepts für den angedachten Anwendungszweck ist der richtige Ansatz. Vor dem Produktiveinsatz muss man die komplexe Materie beherrschen. Dann bieten sich aber umfassende Möglichkeiten und man hat einen entscheidenden Schritt in eine flexible on-demand IT-Landschaft gemacht.

 

Wir beschäftigen uns nun schon eine Weile mit dem Themenkomplex und stehen Ihnen gerne mit Rat und Tat zu Seite. Sprechen Sie uns an!