„Unter einer Vielzahl von Linux Benutzern und Administratoren scheint es gewissermaßen eine Art von passiver Neugier für FreeBSD und andere BSD Derivate zu geben. Vergleichbar mit Pendlern in einem vollen Zug erblicken Sie einen weniger überfüllten Zug, der in

eine etwas andere Richtung fährt. Sie mögen sich für eine kurze Zeit fragen, wie das Reisen in diesem Zug aussehen könnte. Die wenigen, die hinüber wechseln, finden sich in einer Umgebung wieder, die zu gleichen Teilen vertraut wie auch fremd ist.“ So formulierte es Paul Venezia sehr treffend in seinem InfoWorld-Artikel „Get started with FreeBSD: A brief intro for Linux users“ von 2014 (http://www.infoworld.com/article/2858288/unix/intro-to-freebsd-for-linux-users.html).
Es ist denke ich nicht zu viel gesagt, wenn ich behaupte, dass das freie Linux-Betriebssystem schon vor einiger Zeit im Mainstream angekommen ist und sich auch entsprechend behauptet. Eine große Community kann bei alltäglichen Problemen schnell weiterhelfen, für umfangreichen Support oder auch Wartungsfragen gibt es, wenn nicht inhouse, eine Vielzahl Dienstleister, die in diesem Bereich ihre Unterstützung anbieten.

Von der Wahrnehmung her erfüllt FreeBSD eher eine Art Nischen-Dasein. Wie Linux, so ist auch FreeBSD ein unixoides, aber vor allem auch ein freies Betriebssystem. Es zeichnet sich durch eine hohe Stabilität und Performance bei sehr geringem Ressourcen-Verbrauch aus. Die Anwendungsbereiche sind nahezu so vielfältig wie im Linux-Umfeld. Insbesondere im Bereich Infrastruktur-Dienste wie DNS und DHCP, Firewalling, Webservices und auch Routersysteme ist FreeBSD zu Hause. Neben den offensichtlichen Einsatzbereichen gibt es noch eine ganze Reihe „versteckter“ Bereiche, wo FreeBSD zum Einsatz kommt (Appliences wie PFsense, kommerzielle Anbieter wie Juniper, Netflix und Whatsapp nutzen FreeBSD in ihren zentralen Komponenten, um nur ein paar Beispiele zu nennen).

Trotz alledem bleibt aber FreeBSD in der heutigen Zeit eher ein Exot. Der „Siegeszug“ von Linux als das Open-Source-Betriebssystem führt dazu, dass wir uns mittlerweile in einem, wie Paul Venezia es formulierte, überfüllten Zug bewegen. Wer sich vor 20 oder weniger Jahren mit Linux beschäftigte, galt als mutig. Heute dagegen gehört Linux zu Mainstream und Support für Probleme oder Unterstützung für den Betrieb der firmeneigenen Linux-Farm zu finden, ist kein unlösbares Problem. Etwas übertrieben formuliert können Sie einen Blick in die gelben Seiten werfen und haben gute Chancen, fündig zu werden.


Was aber, wenn Sie eine Umgebung von FreeBSD-Systemen zu betreuen/betreiben haben? Hier sieht die Sache etwas anders aus. Sie haben ein konkretes Problem mit einem oder mehreren Systemen. Wenn Sie Zeit haben können Sie sich an die Community wenden. Im Gegensatz zum Linux-Bereich ist die Community im FreeBSD Bereich aber deutlich weniger stark ausgeprägt. Ich meine jetzt nicht qualitativ, das wäre unfair. Aber allein die Tatsache, dass FreeBSD in einem deutlich geringerem Maße eingesetzt wird, führt dazu, dass die Wahrscheinlichkeit, dass sich für Ihr Problem in den Foren, Newsgroups, etc. eine Lösung findet, geringer ausfällt, als wenn sie nach analogen Probleme in der Linux-Community fragen. Was bleibt Ihnen, wenn sie auf diesem Wege nicht weiter kommen, oder Ihnen schlicht die Zeit zur Recherche fehlt?


Ein anderer Fall. Sie betreiben eine nicht unerheblich große Umgebung mit FreeBSD Systemen. Für die Betreuung dieser Farm fehlt Ihnen allerdings Personal. Im Linux-Umfeld einen kompetenten Partner zu finden, der für Sie den Betrieb übernimmt, ist einfach. Bei einer BSD-Umgebung allerdings kommen gleich mehrere Probleme zusammen. Das kleinere von beiden ist das Bearbeiten  von Supportfällen. Free-Lancer oder auch kleinere Unternehmen mit FreeBSD Erfahrung können Ihnen hier weiterhelfen. Sie zu finden, ist wie schon erwähnt, nicht unbedingt einfach, aber doch möglich. Aber der Betrieb einer kompletten großen Umgebung einschließlich Wartung und Support und das womöglich noch über 24 Stunden täglich 7 Tage die Woche setzt ein Team von erfahrenen Administratoren voraus. Woher nehmen?


Sie haben ihre Infrastruktur auf eine breitere technologische Basis gestellt, d.h. Sie haben unterschiedliche Betriebssysteme im parallelen Einsatz (unterschiedliche Linux-Distributionen und FreeBSD zum Beispiel). Diese heterogene Umgebung stellt andere Anforderungen hinsichtlich Betrieb, Wartung und/oder Support. Was tun?
Wir als GONICUS GmbH übernehmen schon seit geraumer Zeit neben klassischen Support-Aufgaben auch Wartung und Pflege von Open-Source-Software wie auch Betriebsaufgaben. Dies beschränkt sich nicht allein auf Linux-basierte Betriebssysteme sondern schließt auch FreeBSD mit ein. Unser Ziel ist hierbei ein lösungsorientierter Ansatz ohne die Einschränkung auf die Plattform oder das OS. Wir sehen uns als zentraler Ansprechpartner und Schnittstelle für Ihre Anliegen. Unser 2nd und 3rd Level Team besteht aus projekterfahrenen Spezialisten und ist mit entsprechenden Aufgaben gerade in heterogenen IT-Infrastrukturen vertraut. Und dies auch rund um dir Uhr, wenn gewünscht.
Gerne stellen wir Ihnen die Möglichkeiten unseres Lösungssupports auch unter besonderer Berücksichtigung alternativer Betriebssysteme wie FreeBSD in einem persönlichen Termin genauer vor.

Frank Möller
Senior Technical Consultant